Kurzarbeit: Informationen und Überblick

Was ist Kurzarbeit?

Kurzarbeit ist die vorübergehende Verkürzung der Arbeitszeit (auch bis zu Null möglich).

Folgende Voraussetzungen müssen vorliegen, damit der Antrag bei der Agentur für Arbeit gestellt werden kann:

 

  • ein erheblicher Arbeitsausfall mit Entgeltausfall vorliegt (es reichen jetzt 10 % Entgeltausfall bei mind. 10 % der Mitarbeiter)
  • der Betrieb beschäftigt einen sozialversicherungspflichtigen Mitarbeiter und
  • der Mitarbeiter, der Kurzarbeitergeld erhält,  ist sozialversicherungspflichtig beschäftigt

Kurzarbeitergeld kann nur dann bezogen werden, wenn der Arbeitsausfall unvermeidbar ist:

Das ist nicht der Fall,  wenn er durch die Gewährung von bezahltem Erholungsurlaub ganz oder teilweise verhindert werden kann und vorrangige Urlaubswünsche der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Urlaubsgewährung nicht entgegenstehen oder wenn  Arbeitszeitkonten noch nicht privilegierte Arbeitszeitguthaben aufweisen.

Muss der Mitarbeiter der Kurzarbeit zustimmen?

Vor Einführung der Kurzarbeit bedarf es in Betrieben mit Betriebsrat einer Vereinbarung mit dem Betriebsrat.

Hier ersetzt die Betriebsvereinbarung die Zustimmung der Mitarbeiter.

Wenn kein Betriebsrat vorhanden ist, bedarf es der Zustimmung der Beschäftigten, es sei denn ein Tarifvertrag findet auf das Arbeitsverhältnis Anwendung, der die Möglichkeit der Anordnung von Kurzarbeit enthält. Das ist aber eher die Ausnahme.

Wenn dem Arbeitgeber durch Tarifvertrag die Möglichkeit eröffnet wird, Kurzarbeit anzuordnen, dann enthalten die Tarifverträge oftmals konkrete

Voraussetzungen für die Anordnung von Kurzarbeit wie z:B. das Einhalten bestimmter Ankündigungszeiten oder die Bezahlung eines Zuschusses während der Kurzarbeit.

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Wie hoch ist das Kurzarbeitergeld?

Gezahlt wird 60 % des ausgefallenen Nettolohns bzw. bei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit  mindestens 1 Kind  67 % des ausgefallenen Nettolohns.

 

Basis ist der pauschalierte Nettolohn. Für Mitarbeiter, die Kurzarbeitergeld  für eine um mindestens 50 Prozent reduzierte Arbeitszeit beziehen, wird ab dem 4. Monat des Bezugs das Kurzarbeitergeld auf 70 Prozent beziehungsweise 77 Prozent für Haushalte mit Kindern und ab dem 7. Monat des Bezuges auf 80 Prozent beziehungsweise 87 Prozent für Haushalte mit Kindern erhöht- längstens jedoch bis Ende 2020. Außerdem werden für Arbeitnehmer in Kurzarbeit ab 1. Mai bis Ende 2020 bereits bestehende Hinzuverdienstmöglichkeiten erweitert.

 

Die Anzeige des Kurzarbeitergeldes erfolgt durch den Arbeitgeber und muss in dem Monat eingehen, in dem die Kurzarbeit beginnt.

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